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Flusskostenrechnung als Erweiterung der betrieblichen Abfallbilanz

Abfallbilanzen nutzbringend erweitern

Betriebe, die mehr als zwei Tonnen besonders überwachungsbedürftigen Abfall pro Jahr erzeugen, sind verpflichtet, eine Abfallbilanz und ein Abfallwirtschaftskonzept zu erstellen. Oft reichen die damit zu erzielenden Erkenntnisse jedoch nicht aus, um daraus Maßnahmen zur nachhaltigen Reduktion der Abfallmengen abzuleiten.

Zwei wesentliche Informationen fehlen dazu: Welche Kosten verursachen die einzelnen Abfälle insgesamt? An welcher Stelle im Produktionsprozess muss eine Maßnahme ansetzen, um diese Kosten zu verringern? Diese beiden Fragen können mit Hilfe der Flusskostenrechnung beantwortet werden.

 

Was ist Flusskostenrechnung?

Das betriebwirtschaftliche Instrument der Flusskostenrechnung berücksichtigt neben den internen und externen Entsorgungskosten auch die dem Abfall zuzuordnenden Material- und Prozesskosten und beschreibt diese entlang des Stoffflusses durch den Betrieb. Dieser neue Blick auf die in den Abfällen steckenden Kosten (Abfallkosten) bietet neue Chancen der Optimierung:

  • Neue Einsparpotenziale werden gezielt entlang der Stoffströme gesucht und identifiziert.
  • Bereits bekannte Einsparpotenziale sowie die dazu notwendigen Maßnahmen weisen häufig weit geringere Amortisationszeiten auf als zuvor angenommen und können aufgrund der verbesserten Berechnungsgrundlage neu bewertet werden.

Bisherige Erfahrungen zeigen, dass in den meisten Fällen eine Verringerung der Abfallkosten mit einer Reduktion der Stoffströme und damit der Abfallmengen verbunden ist.

 

Wie geht Flusskostenrechnung in KMU?

Für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) ist eine komplette Umstellung der betrieblichen Kostenrechnung weder angemessen noch notwendig. Für sie bietet sich die Flusskostenrechnung als Nebenrechnung an. Um den Aufwand so gering wie möglich zu gestalten, sollten im Betrieb bereits vorliegende Informationen optimal genutzt werden. Zur Klärung der Frage, ob sich die betriebliche Abfallbilanz als Ausgangspunkt für eine angepasste Flusskostenrechnung eignet, hat die SBB in Zusammenarbeit mit dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) im Rahmen eines Forschungsprojekts dieses Vorgehen in zwei Pilotunternehmen in Berlin und Brandenburg erprobt.

 

Ihr Einstieg in die Flusskostenrechnung: Abfallkosten senken mit dem Leitfaden der SBB

Die in diesem Projekt gesammelten Erfahrungen haben wir in dem Leitfaden "Flusskostenrechnung als Erweiterung der betrieblichen Abfallbilanz" zusammengefasst. Er gibt kleineren und mittleren Unternehmen die Möglichkeit sich mit der Flusskostenrechnung vertraut zu machen und erläutert die Einführung des Instruments Schritt für Schrift. Anhand praktischer Beispiele wird anschaulich vorgeführt, wie es gemacht wird.

 

Leitfaden "Flusskostenrechnung als Erweiterung der betrieblichen Abfallbilanz"

 

Sollten Sie noch weitere Fragen zur Flusskostenrechnung oder zur Vermeidung von besonders überwachungsbedürftigen Abfällen haben, wenden Sie sich bitte an Herrn Dr. Jancke, Tel.: (0331) 27 93 -44, Fax: -20, E-Mail: vermeidung(at)sbb-mbh.de.

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