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Veröffentlichungen zum Thema Abfallvermeidung

Folgende Beiträge wurden im SBB Forum zum Thema Abfallvermeidung veröffentlicht.

SBB-FORUM II-2004
Schnell und kompetent informiert
Wieder ein großer Erfolg: Unsere Veranstaltung „Sonderabfall – Hilfe aus dem Internet“ vom 23.März 2004

Einer weit verbreiteten Auffassung zufolge leben wir heute in einem Informationszeitalter. Informationen stehen jedem durch die vielfältigsten Quellen im Überfluss zur Verfügung. Trotz - oder vielleicht sogar gerade wegen - dieses Überangebots ist es oft schwer, an die wichtigen, die notwendigen Informationen zu gelangen. Geradezu sinnbildlich für dieses Phänomen steht das Internet. Aus einer unüberschaubaren Vielfalt an Inhalten das Wesentliche herauszufiltern, gleicht oftmals der sprichwörtlichen Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen.

Einen ersten Ansatz, diesem Problem zu begegnen, bieten in vielen Fällen die sogenannten Suchmaschinen. Sie liefern schnell und nach unterschiedlichen Verfahren mehr oder minder sinnvoll geordnet Internetseiten, die eine vorgegebene Kombination an Suchwörtern enthalten. Bei hinreichend hoher Spezifität der gesuchten Begriffe kann das Suchergebnis durchaus das gewünschte Resultat liefern.

Will man sich jedoch erst einmal einen Überblick verschaffen und nicht durch eine zu enge Eingrenzung der Auswahl schon zu Beginn mögliche interessante Seiten ausschließen, so steht man oft vor einer unüberschaubaren Ergebnisliste. Sucht man zum Beispiel Internetseiten, die das schon recht fachspezifische Wort „Sonderabfall“ enthalten, so liefert die derzeit am häufigsten genutzte Suchmaschine Google (www.google.de) mehr als 20.000 Treffer. Eine Kombination der Begriffe „Sonderabfall“ und „Entsorgung“ reduziert die Trefferzahl auf gut 12.000. Und selbst die weitere Eingrenzung auf „Sonderabfall“ und „Entsorgung“ und „Berlin“ ergibt noch immer knapp 1.800 gefundene Seiten, die niemand freiwillig anschauen und auf ihre Relevanz hin prüfen wird. Realisiert man darüber hinaus, dass selbst Google immer nur einen Ausschnitt des gesamten Internets abbilden kann und bei der genannten Abfrage Seiten, die statt der gesuchten Begriffe die Wörter „besonders überwachungsbedürftiger Abfall“, „entsorgen“ oder „Berliner“ enthalten, nicht aufgelistet werden, so wird deutlich, dass vielfach weitergehende Kenntnisse und Suchstrategien notwendig sind, um zu einem sinnvollen Ergebnis zu gelangen.

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Abb. II-9: Dr. Jancke (SBB) moderierte die Veranstaltung

Dieser Erkenntnis trug die SBB mit ihrer Veranstaltung „Sonderabfall - Hilfe aus dem Internet“ am 23. März 2004 Rechnung. Mehr als 60 Teilnehmer zeugten davon, dass ein Bedarf an Orientierungshilfen in diesem Bereich vorhanden ist, wie wir es auch bei unseren alltäglichen Beratungsgesprächen erkennen können. Die Veranstaltung war inhaltlich in drei Blöcke gegliedert: Im ersten Teil stellten die SBB sowie die Länder Brandenburg und Berlin ihre Internetangebote zum Thema Sonderabfall vor, danach wurden zwei Portale zu Umwelttechnik und Produktionsintegriertem Umweltschutz vorgestellt und abschließend gab es Tipps, wie man sich aktuelle Rechtstexte am besten beschaffen kann.

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Abb. II-10: Der Veranstaltungsraum “Berlin” der SBB

Zum Auftakt stellte Herr Dr. Döring den Internetauftritt (www.sbb-mbh.de) der SBB vor. Das breite Angebot mit Informationen zur Sonderabfallentsorgung und -vermeidung war sicherlich vielen Anwesenden zumindest teilweise bekannt. Die als PDFs bereitgestellten Formulare, die Sammlung von Rechtstexten und die Broschüren und Reader zur Abfallvermeidung erfreuen sich großer Beliebtheit und werden unserer Kenntnis nach intensiv genutzt. Da die SBB die Nutzbarkeit und den Umfang ihrer Internetpräsenz ständig weiter verbessert, konnte Herr Dr. Döring weitere Neuerungen der letzten Zeit vorstellen. Zusätzlich zum gewohnten Download der gesamten Ausgabe eines SBB-FORUMs im PDF-Format existiert nun auch ein vollständiges Textarchiv der Artikel aller bisher erschienenen SBB-FOREN. Über die komfortable Suchfunktion kann somit außerdem gezielt nach bestimmten Themen recherchiert werden. Ebenfalls neu ist ein Bereich, in dem Listen ausgewählter Entsorgungsanlagen als PDF zum Download bereitgestellt werden. Zur Zeit finden Sie dort Entsorgungsanlagen für die Abfälle Altholz, Asbest/Mineralfasern, Boden/Bauschutt, ölhaltige flüssige Abfälle und Teerpappe.

Listen mit Anlagen zur Entsorgung von Sonderabfällen stellen auch das Brandenburger Ministerium für Landwirtschaft, Umweltschutz und Raumordnung (www.mlur.brandenburg.de) und die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (www.stadtentwicklung.berlin.de) auf ihren Internetseiten zur Verfügung. Diese wurden von Herrn Lasarzewski (MLUR) und Herrn Lasse (SenStadt) vorgestellt. Dabei verfolgen die drei genannten Institutionen jeweils unterschiedliche Strategien hinsichtlich der Zusammenstellung und Angebotssystematik der Anlagendaten. Während das MLUR als Datengrundlage direkt das bundesweite Abfallüberwachungssystem zur Erfassung der Nachweis- und Begleitscheindaten ASYS nutzt und die Anlagen anhand der dort zugeordneten Verwertungs- bzw. Beseitigungsverfahren (R- und D-Verfahren) sortiert, listet die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung alle ihr bekannten Entsorgungsfachbetriebe geordnet nach Bezirken auf. Das Zuordnungskriterium der SBB-Listen ist - wie oben beschrieben - die Abfallart, für deren Entsorgung die jeweiligen Anlagen geeignet sind.

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Abb. II-11: Herr Sittel von der Effizienz-Agentur Nordrhein-Westfalen

Wer durch produktionsintegrierte Maßnahmen die Entstehung von Sonderabfällen vermeiden oder vermindern möchte, findet ein umfassendes Informationsangebot zu diesem Thema auf den Seiten von PIUS-Info (www.pius-info.de). Herr Sittel von der Effizienz-Agentur Nordrhein-Westfalen stellte die Entstehung und das Leistungsangebot des zentralen Internetportals zum Produktionsintegrierten Umweltschutz (PIUS) vor, auf dem inzwischen 19 Einrichtungen aus 11 Bundesländern ihre Erfahrungen mit Verfahren, Technologien und praxiserprobten Maßnahmen online vorstellen. Im Info-Pool steht für nahezu jede Branche eine Vielzahl interessanter Texte zum Download oder zur Online-Bestellung bereit. Darüber hinaus ist über ein Experten-Forum und ein Personennetzwerk Fachwissen zentral erreichbar. Durch die Links zu den beteiligten Institutionen bietet sich die Seite zudem als Startpunkt für weitere Recherchen an.

Auch das Portal Cleaner Production Germany (www.cleaner-production.de), das vom Umweltbundesamt (UBA) betreut wird, stellt die Informationen zahlreicher kompetenter Partner zusammen. Es hat sich zur Aufgabe gemacht, umfassend über die Leistungsfähigkeit deutscher Umwelttechnologie und Umweltdienstleistungen zu informieren. Herr Dr. Pohle vom UBA führte die Vielfalt des Angebots in seinem Vortrag eindrucksvoll vor. Er zeigte die Möglichkeiten auf, den eigenen Anforderungen entsprechend anhand von Branchen, Institutionen oder Technologien zu suchen. Alternativ kann mit der erweiterten Suchfunktion auch nach Schlagwörtern (z. B. „Abfallvermeidung“), Kategorien (z. B. „Technologie > Abfalltechnik > Verwertung“) oder Dokumenttypen (z. B. „Projektbeschreibung“) oder einer Kombination daraus recherchiert werden. Informationen zu Umweltmanagementsystemen sowie zu nationalen und internationalen Förderprogrammen ergänzen dieses hervorragende Angebot.

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Abb. II-12: Frau Schwarz von der Universität Konstanz

Den Abschluss der Veranstaltung bildete der Vortrag von Frau Schwarz, Fachreferentin für Rechtswissenschaft an der Universität Konstanz. Sehr praxisnah und anregend demonstrierte sie verschiedene Möglichkeiten, wie man am schnellsten und zuverlässigsten an Rechtstexte gelangt. Eine Liste mit Links zu kostenlosen Datenbanken mit Gesetzestexten hat Frau Schwarz themenadäquat unter www.ub.uni-konstanz.de/fi/jura/FB/sbb/ im Internet veröffentlicht.

Des Weiteren wies sie auf mögliche Fallstricke hin, die gerade Ungeübte bei einer Recherche leicht um das gewünschte Ergebnis bringen können. Dazu zählt z. B. das notwendige Verständnis für UND- und ODER-Suchroutinen. Während die Suchwortverknüpfung ODER diejenigen Fundstellen ausgibt, in denen das erste Suchwort und diejenigen, in denen das zweite Suchwort vorkommt, ist das Ergebnis der UND-Verknüpfung eine Liste aller Fundstellen, in denen gleichzeitig beide Suchwörter zu finden sind. Kompetent in der Sache und locker im Vortragsstil konnte Frau Schwarz vielen Teilnehmern neue Anregungen geben.
Wenn Sie Fragen oder Anregungen zu den genannten Internetseiten haben, können Sie die Referenten per E-Mail-Adressen erreichen:

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Selbstverständlich können Sie sich auch gern direkt an uns wenden. In diesem Falle senden Sie Ihre Mail bitte an vermeidung@sbb-mbh.de

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